Xcalak ist ein kleines Fischerdorf ganz im Süden der Yucutan Halbinsel, fast an der (leider geschlossenen) Grenze zu Belize. Erreichbar nur über eine kleine Schotterstrasse, die uns erst an der Küste entlang und dann durch den Dschungel führte. Der Ort selbst ist ziemlich unspektakulär, es gibt jedoch zahlreiche Hotels / Pensionen mit eigenem Steg und Strand an der Küstenstraße. Wir hatten nichts vorgebucht, da wir uns vor Ort einen Eindruck verschaffen wollten und dachten, wir haben eh freie Auswahl, da coronabedingt nicht mehr viel los ist. Das ging beinahe nach hinten los. Die meisten Hotels hatten schon wegen Corona und/oder Unterfüllung geschlossen. Bei einem wurden wir als „verseuchte Europäer“ sogar regelrecht verscheucht. Ein anderes widerrum war zwar verfügbar, aber völlig überteuert, und hatte auch einen etwas schmierigen Hotelbesitzer. Dafür hatte Coronita bei eben diesem Stop die Ehre, nähere Bekanntschaft mit einer Palme zu machen. Peter hatte beim Zurücksetzen nicht geschaut und das Auto mit ganz schönem Tempo da reingesetzt. Nun fuhren wir also weiter mit „Palmen-Abdruck“ im Hinterteil und voller Dankbarkeit für unsere Voll-Kasko-Versicherung.

Wir überlegten schon, mangels Unterkunft, zurück nach Mahahual zu fahren, als wir dann auf gut Glück einen Abstecher beim local Tauchshop machten. Der hatte noch offen und auch ein schönes freies Zimmer. Unser kleiner Abstecher nach Xcalak war gerettet. Im Tauchshop war dann auch gleich was los. Zwei Praktikanten hatten erfolgreich ihre Divemaster-Ausbildung absolviert und am Abend war der obligatorische „snorkel test“ dran. Quasi das Initiationsritual für dive professionals. Zum Aufwärmen gibt’s ein paar Spiele und Quizzes. Verlorene Runden oder falsche Fragen werden hierbei mit einem Kurzen „bestraft“. So ist man dann auch schon ordentlich aufgewärmt, wenn es zum eigentlichen Höhepunkt kommt: Tauchmaske mit zugeklebten Gläsern auf, Schnorchel in den Mund, an dessen Ende wird dann ein Filter gesteckt, wo man dann das was reingefüllt wird um die Wette trinken muss. Dass das nicht nur Wasser ist kann man sich denken.

Ich hatte mich für den morgen zum Tauchen angemeldet und daher die jungen Leute irgendwann alleine Feiern lassen. Aber doch noch kurz am Strand den unglaublichen Sternenhimmel inklusive Milchstraße bewundert, von dem es leider – wie so oft – keine schönen Fotos gibt.

Am nächsten Morgen um acht also tauchen. Da wir die einzigen Gäste im Resort waren, waren es also auch nur der Guide und ich. Auch für ihn war es wohl der letzte Tauchgang in der eigentlich noch frühen Saison. Quer durch diesen Teil der Karibik zieht sich das Mesopotanische Reef, nach dem Great Barrier Reef in Australien das größte der Welt. Es gibt dort insgesamt 4 Atolle, Xcalak liegt in der Nähe des Banco Chincorro, das am wenigsten betauchte der vier und ein UNESCO Biosphärenreservat. So weit sind wir leider mangels Bootsauslastung nicht gekommen, aber selbst in den Ausläufern direkt vor dem Tauchshop merkt man den Unterschied zu den teilweise sehr überfischten Gebieten in Central Amerika … aber seht selbst im Video … einen Schwarm von so vielen und so großen „Groupern“ zu sehen „was a first for me“. Da wir es an diesem Tag noch weiter ins Landesinnere bis nach Valladolid schaffen wollten, hieß es dann nach dem Tauchen noch schnell Frühstücken, derweil Sachen trocknen und weiter ging es unserer mittlerweile liebgewonnenen Coronita quer durch Yucatan.

Kategorien: Weltreise 2020

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